Räuchern


Das Räuchern ist eine spirituelle und esoterische Technik, die vermutlich in die Anfänge der menschlichen Kulturgeschichte zurück reicht. Geschichtsforscher nehmen meist an, dass die frühesten Kulturen, die Jäger und Sammler waren, Opfertiere verbrannten, um die Götter gnädig zu stimmen für die nächste Jagd. Aus dem Brauch, etwas zu verbrennen, um den Segen der Götter zu erhalten, leitete sich dann später in den Zivilisationen Roms und Griechenlands das Weihrauchopfer ab, bei dem man statt Opfertieren nur noch balsamisch duftende Harze nahm. Ein Überrest dieser uralten Praxis findet sich heute noch im (insbesondere katholischen) Christentum, aber auch in indischen, chinesischen oder afrikanischen Religionen, wo ebenfalls gern duftende Harze oder Räucherstäbchen mit Blumenduft geräuchert werden, um den Gottesdienst einzuleiten. In der Esoterik räuchert man heute gern mit Salbei oder Rosmarin, um Häuser energetisch zu reinigen oder um die Engel anzurufen.